ADZ  - Akademie für

Demokratie- und Zukunftsfragen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auswertung und Konsequenzen der Berliner Konferenz Solikon 2015 an der TU Berlin – pro & contra/ Erwartungen und Enttäuschungen

(Jeder Leser hat ein anderes Wissen und andere Erfahrungen. Man möge mir daher bitte verzeihen, wenn es Manchem erscheint, dass ich in der Argumentation überziehe. Aber die Lage ist tatsächlich äußerst ernst!)

A - Einleitung:

Alle Überlegungen über die Konturen einer „Degrowth-Ökonomie, einer „Postwachstumsgesellschaft, alle Pioniertaten und Experimente, alle Bestrebungen zur Ökologisierung der Politik könnten Übungen in Vergeblichkeit sein, wenn sie nicht - gleichgewichtig - mit einer Politisierung der ökologischen Aktivisten, mit einer Ablösung der Eliten, mit einer Instandbesetzung der politischen Institutionen einhergeht.

http://www.deutschlandfunk.de/ein-plaedoyer-fuer-politik-es-gab-ein-leben-vor-dem-wachstum.1184.de.html?dram%3Aarticle_id=327610  Du kannst den ganzen Beitrag finden indem du folgenden Link aufrufst:  https://wachstumswende.de/group/blog/note/heute-mal-auf-krawall-geburstet-deutschland/ Gefunden unter    noreply@wachstumswende.de von Daniel Constein "Heute mal auf Krawall gebürstet - Deutschlandfunk über die Wachstumsfrage" 

B- Der Autor hat an einer Reihe Veranstaltungen teilgenommen bzw. diese selbst geleitet.

Seine Erfahrungen daraus jetzt hier:

Von fast allen Teilnehmern wurden folgende Statements abgegeben:

1. Solikon 2015 war ein Erfolg und soll weiter geführt werden.

2. Die Vielzahl an Bewegungen und Strömungen muss besser vernetzt werden, möglichst unter einem Dach, um die Ziele gemeinsam besser zu realisieren.

Dem stimmt der Autor vollinhaltlich zu.

Pro: Es ist gut, dass sich immer mehr Menschen in den Prozess der Umgestaltung unserer Gesellschaft einbringen wollen, weil sie mit den gegenwärtigen Verhältnissen unzufrieden sind.

Contra: die Mehrheit der Teilnehmer ist über die tatsächlichen politischen Verhältnisse völlig unklar und geht davon aus:

a) Wenn sie selbst Solikon kennen wissen auch fast alle anderen Menschen in unserem Land davon und können das richtig einordnen (?)

b) Mit ein paar Beeten, veganer Ernährung und einigen Genossenschaften können wir den Klimawandel stoppen und die Politik zum Umdenken zwingen. Das ist äußerst naiv und blauäugig.

c) Die Mehrheit der Teilnehmer kennt keine Bewegungen außerhalb von Solikon.

d) Vor allem für junge Teilnehmer ist es derzeit modern, an dieser Bewegung teilzuhaben, ohne sich tiefgründig damit zu befassen.

Attac, Mehr Demokratie, campact, avaaz, das große Netzwerk Wachstumswende oder die DeGrowth-Konferenz in Leipzig 2014 waren den meisten Teilnehmern völlig unbekannt. Manche konnten nicht mal TTIP einordnen. Es fehlt für eine sinnvolle sachliche Diskussion an Information und Erfahrung.

Als in meinem Workshop klar wurde, dass es beim Klimawandel um Politik geht haben Teilnehmer die Veranstaltung demonstrativ verlassen.

 Man kann also von den Teilnehmern nicht erwarten, dass sie die politischen Zusammenhänge erkennen. Begriffe wie Goldmann Sachs (Wirtschafts- und Finanzkrise 2018), Black Rock oder die Bilderberger Konferenzen erschrecken unbedarfte Teilnehmer viel mehr als man sie dafür gewinnen kann, sich damit aktiv zu befassen. Lobbyismus, Unterwanderung von Regierungen und Besetzung leitender Funktionen in IWF und EZB durch Goldmann Sachs sind für die meisten nicht vorstellbar (sh.z.B.:

 Dass wirksamer  Klimaschutz, Wachstumswende und Demokratieentwicklung nur als Paket funktionieren ist zum Kongress nicht herausgearbeitet worden. In einigen Ansätzen wurde jedoch eine postkapitalistische Gesellschaft gefordert (Akademie Solidarische Ökonomie).

 C - Welche Aufgaben sind denn in absehbarer Zukunft zu lösen?

- Die Politik plant hinter verschlossenen Türen bereits mit einer Klimaerwärmung von 4 Grad Celsius und Milliarden an Kollateralschäden, nicht in Dollar, sondern in Menschenleben.

- Wir haben nicht nur das Artensterben und die Überfischung der Meere, sondern auch die Übersäuerung und Verschmutzung der Ozeane und dem damit verbundene Absterben großer Gebiete.

- Wir haben das Problem Hunger, Wasser, Krankheiten, Verwüstung großer Landstriche, Kriege.

Wissenschaft und Technik:

- Intel gibt an, in 10-15 Jahren Prozessoren nicht mehr auf Silizium zu gießen, sondern als Biochips herzustellen. Die Vision ist, diese Chips z.B. direkt mit unserem Gehirn zu verbinden und dort nicht nur Bilder, sondern auch Gerüche, Geschmack oder taktile Erlebnisse zu verschaffen. Eine tolle Erfindung – will ich haben! Aber wer hat dann auf mein Gehirn alles zugriff? Matrix lässt grüßen. Schöne totale Überwachung! Schon heute können wir uns in Deutschland Chips zum kontaktlosen Bezahlen unter die Hand implementieren lassen und es gibt genug Dumme, die das auch tun. Was diese Chips noch können weiß derzeit niemand!

- Spätestens 2050 sollen Computer wesentlich leistungsfähiger als das menschliche Gehirn sein.

 - Die Forschung an den Telomeren, also den Enden unserer DNA, die für unser Altern zuständig sind, ist soweit fortgeschritten, dass eine Alterung der Zellen in absehbarer Zeit nicht nur aufgehalten, sondern rückgängig gemacht werden kann. Für wen steht diese neue Technologie zur Verfügung. Nur Superreichen, die ihre Macht damit noch weiter ausweiten oder allen und wir haben bald eine kinderlose Gesellschaft? 

- Mit der neuen einfachen Methode CRISPR-Cas, die Gene elegant an gewünschten Stellen schneiden kann um  neue DNA- Fragmente einsetzen zu können haben sich Forscher vorgenommen, in absehbarer Zeit die meisten Krankheiten heilen und ausrotten zu können, aber auch Babys mit völlig neuen Eigenschaften zu kreieren.

 

- In den nächsten 30 Jahren werden Millionen Arbeitsplätze wegbrechen durch weitere Rationalisierung oder sich stark wandeln z.B. durch Galilieo (europ. GPS) und Energiewende in Transport und Landwirtschaft, durch gravierende Änderungen in der Produktion durch neue Technologien wie 3D-Druck, Robotertechnik, Einsatz neuester Materialien und viele andere. Wo werden wir dann arbeiten und wo bekommen wir unsere Lebensgrundlage her?

 

Mit den von Goldmann Sachs gesteuerten Marionetten in unserer Regierung und der europäischen Troika werden wir das nicht schaffen. (Die Anstalt zum Thema unter www.youtube.com/watch?v=evdiMpOcc6k)

Auch kann das Deutschland nicht allein schaffen.

 

Es gibt auf politischer Ebenen niemand, der die Interessen von Wachstumswende, solidarischer Ökonomie u.a. vertritt.

Unter www.demokratie-de.lima-city.de hat der Autor untersucht, ob eine der Parteien als Partner geeignet wäre und ist zu einem niederschmetternden Ergebnis gekommen.

Auch die Linkspartei kommt mit ihrem Manifest: „Die kommende Demokratie: Sozialismus 2.0 - Zu den Aufgaben und Möglichkeiten einer Partei der Zukunft im Europa von Morgen“ - Manifest von Katja Kipping und Bernd Riexinger

durch Machtspiele und Unverständnis in den Ländern und Kommunen nicht weiter.

 

D- Wollen wir die Augen schließen und so tun, als ob das alles nicht wahr wäre oder wollen wir als die

99 % der Bevölkerung laut

 

(http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/oxfam-armutsbericht-ein-prozent-der-weltbevoelkerung-reicher-als-der-rest)

 

unsere Rechte einfordern und aktiv die Gesellschaft nach unseren Bedürfnissen unter Wahrung und Achtung der natürlichen Ressourcen verändern. Unsere Gegenspieler sind oben benannt.

 

Wie soll das gehen?

 

1. Es gibt ja hervorragende Beispiele, wie klare Ziele erfolgreich realisiert wurden: TTIP; Wasserinitiative, auch campact und avaaz u.a. haben erfolgreichen Aktionen durch geführt. Wollen wir das mit neuen Themen wiederholen?

 

2. Gibt es zuverlässige Partner, die unsere Interessen vor dem Parlament vertreten würden – wollen wir eine Partei als echte Interessenvertretung der 99% ? Dafür gibt es derzeit niemanden!

 

3. Wollen wir ein Dach, eine Vernetzung? Die mit Abstand beste Vernetzungsplattform bietet derzeit www.wachstumswende.org. Diese Aktivisten haben bisher Unglaubliches geleistet! Danke allen Aktiven!

 

4. Natürlich kann man auch die Gegner gegeneinander ausspielen, wie das auf www.demokratie-de.lima-city.de gemacht wurde (offene Briefe). Unsere Gegner machen das ja auch!

 

Wir kennen doch alle die notwendigen Schritte:

 

- Information (einfach, klar, verständlich, kurz und attraktiv, eindeutige Vorteile herausarbeiten oder Gefahren benennen)

 

- Aktionen: Infostände, Demos, Vorträge, Diskussionsforen,…

 

- Gewinnung von Interessenten und Entwicklung zu Aktiven (Potenzierung)

 

- Vernetzung mit allen passenden Partnern. Hierbei zeigt sich u.a., dass nicht jeder Partner für die Führung solcher Prozesse geeignet ist.

Viele Bewegungen sind von Christen ins Leben gerufen worden, die z.B. einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei kaum zustimmen würden. Das trifft für viele Bewegungen und Strömungen in den betrachteten Bereichen zu.

  

E – was ist denn Demokratie 2.0 oder Gemeinwohlpolitik als gelebte Demokratie?

 

Dazu hat wohl fast jeder entsprechend seines Wissens, seiner Erfahrungen, besonders aber auch nach seiner Religion oder Weltanschauung unterschiedliche Auffassungen. Das ist neben Machtgerangel das größte Problem bei Parteien wie Die Linke, Piraten, AfD usw.

Unter www.demokratie-de.lima-city.de habe ich eine Diskussion zu den Kriterien für Gemeinwohl begonnen und erste Kriterien als gemeinsame Schnittmenge zwischen den meisten Bewegungen vorgeschlagen, aus denen demokratisches Denken und Handeln abgeleitet werden kann. Dazu muss man sich im Vorfeld verständigen. Diese Kriterien kann man dann in der Argumentation in der Öffentlichkeit benutzen, damit das Anliegen schnell und klar für viele Menschen verständlich wird.

 

F - Viele weitere Gedanken kann ich dazu beisteuern, wenn sich die richtigen Partner finden. Mir geht es dabei um die Sache, um in dieser Gesellschaft etwas zu bewegen. Ich möchte das nicht als Sprungbrett irgendeiner Karriere nutzen und ich erwarte von Partnern ähnliche Einstellungen. Wohin Machtspielereien führen kann man bei der Linkspartei, bei den Piraten, bei der AfD sehen. Damit erhalten wir keine Lösungen. Coaching und Mentoring ja, Machtspiele und Karrieregeilheit bei uns nein – ganz eindeutig!

 

Was wollen wir tun? Wir haben nicht 3 oder 5 Generationen Zeit! In den nächsten 20-30 Jahren werden wir handlungsunfähig werden, wenn wir jetzt nicht das Blatt wenden! Dazu brauchen wir aber sowohl gute Ideen als auch Mitstreiter, die das können und wollen.

 

Zitate:

`Geheimnisse sind Lügen` , aber auch:

Qui tacet, consentire videtur - Wer schweigt, scheint zuzustimmen

Von Erich Kästner stammt der schöne Satz: ,Es gibt auf der Welt nichts Gutes, außer man tut es.´

Wenn viele Schwache sich vereinen,

so sind sie schwer zu überwinden.

Aus Gräsern wird der Strick geflochten,

um Elefanten anzubinden. 

Pantschatantra (Sanskrit: "Buch in fünf Abschnitten"),

altindische Fabel- und Märchensammlung, entstanden zw. 300 und 500.

 

In diesem Sinne

Bernhard Brose

 

 

 

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