Attac und die Transaktionssteuer

 

Attac ist die Abkürzung für den französischen Ausdruck "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen" (association pour une taxation des transactions financières pour l'aide aux citoyens). (Quelle: http://www.attac.de/was-ist-attac/)

 

Die Grundidee dahinter ist genial. Warum und welche Vorteile soll uns dann bringen?

 

Und so soll es funktionieren:

 

Immer, wenn Geld fließt, also überwiesen oder gezahlt wird, wird ein Teil davon als Steuer einbehalten – grundsätzlich und ohne Ausnahmen.

 

Wer wenig Geld besitzt gibt also nur einen kleinen Teil als Steuer ab, wer viel Geld hat muss auf die größeren Summen auch mehr Steuern bezahlen. Damit kämen wir der Steuergerechtigkeit tatsächlich ein ganzes Stück näher.

Lobbyisten, die derzeit in der Politik für ihre Mandanten überall Steuervergünstigungen aushandeln würde damit das Handwerk gelegt. Steuerparadiese könnten ausgetrocknet werden.

 

Und diese Steuer würde dann Lohn- und Einkommenssteuern sowie Mehrwertsteuern ablösen. Wir bezahlen dann halt nicht mehr Lohn-, Einkommens- und Mehrwertsteuer, sondern Finanztranzaktionssteuern.

 

Damit würden nicht nur die Waren- und Leistungswerte in unserer Gesellschaft besteuert, sondern vor allem die vielen riesigen virtuellen Geldgeschäfte, zu den auch Hedge-Fonds und Spekulationsgewinne zählen. Die Steuereinnahmen würden dadurch beträchtlich zunehmen.

 

Da die Lohn- und Einkommenssteuern wegfielen wären auch die aktuellen Steuerverluste bei  Arbeitsplatzabbau kompensiert. Die weitere Automatisierung hin zu Industrie 4.0 würde auch dann die Steuereinnahmen garantieren, wenn Millionen Arbeitsplätze abgebaut würden.

 

Daraus ließen sich auch gesunde Systeme der Alterssicherung, der Gesundheitssicherung, der Bildung bis hin zu Kultur und Wissenschaft sinnvoll finanzieren.

 

Selbst ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte dann eine finanzielle sichere Basis und unsere Gesellschaft eine lohnenswerte und vor allem menschenwürdige Zukunft.

 

Weshalb dieser geniale Lösungsansatz in unserer Gesellschaft fast nicht diskutiert wird ist unverständlich.

 

Dass die Reichen diesen Ansatz nicht mögen ist verständlich. Schließlich konnten sie sich bisher mit ihren Vermögen genügend Anwälte, Wirtschaftsspezialisten bis hin zu Politikern kaufen oder sich in Steuerparadiesen tummeln, um möglichst wenig von ihrem Vermögen für die Gesellschaft zur Verfügung stellen zu müssen.