ADZ  - Akademie für

Demokratie- und Zukunftsfragen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vortrag des Verfassers auf dem Kongress Solikon 2015 an der TU Berlin am 13.09.2015

 Eine lebenswerte und zukunftsfähige Gesellschaft - Probleme und praktische Lösungen

 Eine Krise jagt die andere: Finanz- und Wirtschaftskrise, die Zerstörung unserer Erde und des Klimas, Armut, Hunger und Krankheit, Ukraine, Griechenland, Kriege in vielen Teilen der Welt, Flüchtlingsdramen u.a.m. Wir brauchen für die Zukunft neue Lösungen!

 Aber Klimawandel, Wachstumswende und Demokratieentwicklung können nicht voneinander getrennt werden oder gar jedes einzeln für sich angegangen und gelöst werden. Und allein der Klimawandel wird nicht 100 Jahre warten, bis wir uns für eine neue Demokratie als Grundlage einer Wachstumswende und echten Schutz des Klimas, für Frieden, Beendigung der Armut und andere notwendige Lösungen durchgerungen haben. 

Die derzeitige Politik des Neoliberalismus und unbegrenzten Wachstums wird nicht nur den Klimawandel nicht ausreichend beherrschen, sondern auch die Folgen nicht beherrschen. Wenn wir echte Lösungen wollen brauchen wir eine generell andere Politik, eine Politik, an der alle Menschen beteiligt sind. Anders schaffen wir es nicht. Wir brauchen die Demokratie 2.0 zum Überleben, in der sich alle Bürger basisdemokratisch beteiligen können und nicht wie bisher von den Entscheidungsprozessen ausgeschlossen werden.

 Wir brauchen diese Diskussion und die Umsetzung jetzt und nicht erst in 3 oder noch mehr Generationen! Dann ist es zu spät!

 Einschätzung der aktuellen „Marktwirtschaft“ und die totale Zerstörung unserer Natur und Gesellschaft

 Die vielgepriesene soziale Marktwirtschaft ist in sich ein Widerspruch und immer nur ein Märchen zu Zeiten des kalten Krieges und im Wettbewerb mit den sozialistischen Staaten gewesen. Entweder dominiert der Markt, dann wird er das ohne Berücksichtigung der sozialen Bedürfnisse machen. Oder das Soziale wird gesichert mit ganz besonderer Beeinträchtigung des Marktes.

Mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems kommt der wahre Charakter des „Marktes“ zum Vorschein, da keine Scheinheiligen mehr gepflegt werden müssen.

 Aber unabhängig davon haben wir auch nicht mehr den Markt zu Zeiten von Karl Marx.

Der Markt zu Zeiten von Karl Marx wurde noch durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Damals gab es noch „richtige“ Kapitalisten, die ihre Firma, aber auch ihre Arbeiter noch persönlich kannten und vor Ort eine Verantwortungs-gemeinschaft bildeten. So wurden durch die Firma Arbeitersiedlungen, Kindereinrichtungen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen usw. gebaut.

Und die Kapitalisten wohnten im gleichen Gebiet, das sie mit Rauch oder Giften  usw. verpesteten. Das war damals!

Und heute? Aktionäre kennen meist nicht einmal die Firma, für die sie ihre Anteilsaktien gekauft haben. Nicht selten kennen sie den Ort nicht und erst recht nicht die Arbeitsbedingungen vor Ort.

Aktionäre interessieren diese Details nicht! Sie interessiert nicht, wie die Firma aussieht oder funktioniert oder welches menschliche Leid diese Firma produziert. Das Einzige, was Aktionäre interessiert ist ihre Rendite! Sozialer Wohnungsbau, Kindereinrichtungen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen gehören nicht zum Interessenbereich von Aktionären. Auch die Produktion von Kriegswaffen und ihr Einsatz in Krisengebieten mit vielen Toten interessiert Anleger nur dann, wenn ihre Rendite in Gefahr ist.

Aber es kommt noch schlimmer! Beispiel:

 Goldmann Sachs, die größte Privatbank der Welt macht es vor. Wo bisher Waren gegen Geld und Geld gegen Waren eingetauscht wurden wird jetzt Geld selbst zur Ware und vermehrt sich auf wundersame Weise, ohne dass dahinter eine Ware oder Leistung steht. Wer das Geld ausgeben wollte würde keine Gegenleistung mehr dafür erhalten können. Hier wird wie zu den Krisenzeiten nicht Ware auf Halde produziert, sondern Geld.

Das hat mit der bisherigen Marktwirtschaft, die nach Angebot und Nachfrage von Waren oder Leistungen funktionierte, nichts mehr zu tun.

Das ist purer gesellschaftszerstörender Neoliberalismus, der nicht nur riesige Summen an Geld, sondern auch unbegrenzt Macht an sich reißt und gegen die gesellschaftlichen Bedürfnisse und Interessen einsetzt!

 Damit wird die gesamte Gesellschaft von wenigen Finanzhaien okkupiert, abhängig gemacht und für ihre Interessen missbraucht. Neoliberalismus und gesellschaftliche Interessen werden zu Todfeinen!

 Hier werden nicht nur Erde und Umwelt nachhaltig und irreparabel zerstört sondern es geht an die Wurzeln der menschlichen Existenz und deren generelles Überleben, das jetzt abhängig wird von Zockern und ihren ganz persönlichen Interessen und Süchten.

 Es mag sich jeder von dieser unhaltbaren Situation der Verquickung zwischen Finanzhaien, ihren Lobbyisten und der Politik selbst machen!

 https://www.youtube.com/watch?v=zNEeHd6kY3I

https://www.youtube.com/watch?v=_PSDXtQL-Aw

https://www.youtube.com/watch?v=Zp7vgOqgpBg

https://www.youtube.com/watch?v=eyiFGt7VU-A

http://www.nachdenkseiten.de/?p=26139

 Unter den angezeigten Seiten der angegebenen Quellen oder unter

www.initiativ-network.lima-city.de  -  Links

 lassen sich für viele weitere Bereiche der Zerfall unserer Gesellschaft und die Verantwortungslosigkeit der Akteure in der Finanzwelt, aber auch der Politik verfolgen.

Jeder Politiker, der unbegrenztes Wachstum, Anbetung von Neoliberalismus und Wohlstand der Gesellschaft in Zusammenhang bringt sollte strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden!

Das Versagen bei vielen aktuellen Aufgaben wie Griechenland, der Flüchtlingsproblematik oder der Überwachungsproblematik zeigt sich ganz deutlich der menschenfeindliche und gesellschaftszerstörende Charakter der Politik in Deutschland und dass hier in absehbarer Zeit keine Besserung zu erwarten ist ohne uns, ganz im Gegenteil!

Wer heute die Erde und die Gesellschaft retten will braucht nicht nur eine Wachstumswende, sondern ganz besonders eine Demokratiewende! Die herrschende Politik hat vollständig versagt und wird keine lebenswerten und zukunftsfähigen Lösungen anbieten können.

 Wie durchbricht man diese Front?

 1. Gewinnung von Verwaltungen und Co.

 Als Mitglied von attac weiß ich, wie schwer es ist, Mitglieder oder Mitstreiter zu gewinnen oder einfach Menschen für bestimmte Themen zu sensibilisieren. Wir brauchen aber nicht nur ein paar Menschen, sondern den größten Teil unserer Bevölkerung, auch in anderen Ländern! Die Bewegung ist zurzeit zu klein und zu unbekannt.

Um Lösungen für Klimawandel und Wachstumswende zu erhalten müssen diese im Einklang mit der Entwicklung einer neuen Demokratie geschehen, einer Demokratie 2.0. (siehe auch Linke Sozialismus 2.0).

Mit der Unterschriftensammlung für TTIP, Ceta und Tisa haben wir bereits sehr gute Erfahrungen, wie innerhalb kurzer Zeit (ca. 2 Jahre) ein Thema auch in der Bevölkerung diskutiert wird.

 Der Schwerpunkt des Kongresses liegt derzeit bei der solidarischen Ökonomie. Das allein wird uns aber nicht retten.

 Wir haben in unserer Gesellschaft aber riesige Arbeitsbereiche, die gar nicht nach Gewinn und Verlust arbeiten, also gar nicht nach der sozialen Ökonomie ausgerichtet werden müssen und relativ kurzfristig und sehr effektiv nach den Kriterien des Gemeinwohls umgestaltet werden könnten. In diesen Bereichen arbeiten so viele Menschen, wie sie in der Industrie und im Finanzsektor nicht annähernd arbeiten. Macht es Sinn, Gemeinwohl hier als erstes einzuführen, da es ja nicht um Profit und andere finanziellen Interessen geht?

 Ich meine Verwaltungen, Bildungssystem, Justiz, Polizei, kommunale und kulturelle Betriebe und Einrichtungen sowie bereits bestehende Genossenschaften und gemeinnützige Einrichtungen?

 Schauen wir uns gelebte „Demokratie“ derzeit an. Wir wählen Parteien, die danach unsere Interessen vertreten sollen, das aber meist nicht tun, sondern uns mit Sozialabbau, Umweltschäden usw. weiter schaden.

Die gewählten Politiker stehen dann aber meist genau solchen Verwaltungen vor, wie den Ministerien usw. Deren Mitarbeiter sind meist bereits seit vielen Jahren im Amt und „das Amt“ läuft meist so weiter wie bisher. Die Macht des Staates wird fast ausschließlich über solche Ämter ausgeübt.

Nun ist es dem Mitarbeiter meist egal, ob er eine gute oder schlechte Arbeit  abliefert, wenn jeden Monat sein Geld stimmt.

Aber, das Arbeitsklima in diesen Ämtern und Behörden ist teilweise schlecht. Inge Hannemann hat z.B. über die Jobcenter berichtet und den unwürdigen Umgang mit den Menschen. Wenn man googelt  zu Begriffen wie Behördenwillkür, Amtsmissbrauch u.a.m. weiß man, wie schlimm es um unsere Ämter und Behörden bestellt ist.

 Wenn wir diese vielen Millionen Beschäftigten in diesem Bereich für die Umgestaltung zu einer Demokratie des Gemeinwohls gewinnen könnten wäre das Thema in der Bevölkerung präsent, die Arbeitsbedingungen der dort Beschäftigten würden sich wesentlich verbessern und es wäre eine weitaus bessere Kontrolle von Wirtschaft und Finanzsektor über diese Ämter im Sinne des Gemeinwohls möglich (Finanzämter, Zoll, Justiz u.a.m.). Abfließen von riesigen Summen in sogenannte Steuerparadiese könnte bei der internationalen Zusammenarbeit verhindert werden oder gar strafrechtlich verfolgt werden. ( Beispiel Schweiz). Lobbyismus hätte bei einer Beteiligung aller Mitarbeiter der Behörde kaum noch eine Chance.

 Auch ein neu eingesetzter Minister hätte es schwer, gegen ein ganzes Amt arbeiten zu wollen. Wir würden damit eine neue Politik und damit eine neue Stufe der Demokratisierung  erreichen.

Aber die Mitarbeiter in den Ämtern und Behörden müssen eine wesentlich bessere Alternative zu ihrer bisherigen Arbeitsweise haben. Dann bekommen wir sie auch!

 Was ist nun für den Mitarbeiter interessant an einer Veränderung?

 Bisher hatte gute oder schlechte Arbeit kaum Einfluss auf das monatliche Gehalt. Meist ist er auch in der Arbeit anonym geblieben. Hier gibt es Ansatzpunkte.

Die Qualität der Arbeit der Mitarbeiter muss öffentlich werden im Sinne des Gemeinwohls. Jemand, der gut arbeitet, soll auch das Lob der Öffentlichkeit erhalten oder seine weitere Beförderung ermöglichen!

Genau so muss sich der schämen, der in die öffentliche Kritik gerät. Es darf nicht mehr sein, dass Rechtsbrüche innerhalb von Behörden gegenseitig gedeckt werden.

Wir brauchen dazu z.B. so etwas wie Wikileaks, um Vorschläge von den Mitarbeitern selbst zu erhalten, ohne dass sie dafür Konsequenzen befürchten müssen.

Wir brauchen aber auch endlich ein Qualitätsmanagement ähnlich ISO 9001 in der Industrie, damit wenigstens erst mal geltendes Recht in den Behörden und Ämtern tatsächlich umgesetzt werden.

Und wir können eine Art Stiftung Warentest gut gebrauchen, bei der einzelne Behörden und Ämter nach konkreten Kriterien bewertet werden.

Wir brauchen aus diesen Einrichtungen die Betriebsräte und die Gewerkschaften auf unserer Seite. Und wir brauchen gemeinsame Aktionen wie gegen TTIP, an der sich alle demokratischen NGOs beteiligen. Es geht, es funktioniert, wenn wir alle es wollen.

 2. Sensibilisierung der Bürger für Wahlen und Parteien

 Dummerweise wählen viele Bürger Parteien, die ihre Interessen gar nicht vertreten, sondern ihre Lage noch verschlimmbessern (Sozialabbau SPD unter Schröder (Agenta 2010) oder Geld an Banken verschenken in Höhe von 480 Milliarden € im Jahr 2008 (Merkel) ohne Gegenleistung oder Verpflichtungen, das unserer Gesellschaft überall fehlt, besonders im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs-, Kultur- und Alterssicherungsbereich).

Siehe auch offene Briefe an… auf meiner Webseite.

 Dummerweise haben wir heute die Situation, dass es zu den etablierten Parteien kaum Alternativen gibt. Die Linke wird von vielen Bürgern trotz eines neuen guten Programmes (Manifest) nicht akzeptiert und die Piraten haben noch nicht genügend Profil.

 Sinnvoll wäre als Ergebnis des Kongresses die Gründung einer eigenen Partei zu den Schwerpunkten Wachstumswende, solidarische Ökonomie, Demokratie 2.0 einschließlich Basisdemokratie, solange noch Parteien das Sagen in der Politik haben.

Diese neue Partei wäre auch Partner für viele NGOs wie attac, mehr Demokratie, aber auch transition town u.v.a.m., die derzeit keine Partner in der Regierung haben.

Selbst wenn diese neue Partei noch jung und unbekannt ist würden unsere Ideen teilweise von anderen Parteien aufgegriffen werden und damit auf Wähler-Stimmenfang gegangen werden. Selbst das wäre für uns bereits ein Fortschritt, denn dann würden unsere Ideen diskuti ert und verbreitet.

 3. Und jetzt kommen auch die neuen Bewegungen im Zusammenhang zum tragen. Eine Klimaerhaltung, eine Gemeinwohlökonomie, eine Wachstumswende, eine Umverteilung des Reichtums in der Gesellschaft usw.

 4. Begründung, warum jetzt und nicht irgendwann:

 Neben dem dramatischen Klimawandel wird es folgende wissenschaftliche und technische Entwicklungen in den nächsten 30 Jahren geben 

(bei google nach wissenschaftlich seriösen Beiträgen suchen wie in Spektrum der Wissenschaft, technology review,  Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft u.a.).  

 - In den nächsten 30 Jahren werden weitere Millionen Arbeitsplätze wegbrechen durch weitere Rationalisierung oder sich stark wandeln z.B. durch Galilieo (europ. GPS) und Energiewende in Transport und Landwirtschaft, durch gravierende Änderungen in der Produktion durch neue Technologien wie 3D-Druck, Einsatz neuester Materialien und viele andere.  

- Die Forschung an den Telomeren, also den Enden unserer DNA, die für unser Altern zuständig sind, ist soweit fortgeschritten, dass eine Alterung der Zellen in absehbarer Zeit nicht nur aufgehalten, sondern rückgängig gemacht werden kann. 

- Mit der neuen einfachen Methode CRISPR-Cas, die Gene elegant an gewünschten Stellen schneiden kann um  neue DNA- Fragmente einsetzen zu können haben sich Forscher vorgenommen, in absehbarer Zeit die meisten Krankheiten heilen und ausrotten zu können, aber auch Babys mit völlig neuen Eigenschaften zu kreieren. 

- Um 2050 rechnen Computerspezialisten damit, dass die künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz überholt mit bis jetzt unvorhersehbaren Folgen.

 Alles kann bei google aus einer Unzahl wissenschaftlicher seriöser Quellen erfahren.

 - Bill Gates hat vorausgesagt, dass bis 2050 Chips auf Siliziumbasis ersetzt werden durch Bio-Chips, die dann direkt an das Gehirn angeschlossen werden und nicht nur visuelle, sondern auch gefühlsmäßige Reaktionen im Körper auslösen werden. Wer hat dann künftig auf mein Gehirn Zugriff? Man wird sich diesen neuen Entwicklungen kaum verschließen können, da man sonst vom Arbeitsprozess und der Gesellschaft ausgeschlossen bleibt wie ein Einsiedler im Wald. Und wenn ich mir die heutige Alkohol- und Drogenproblematik, Medikamentenmissbrauch u.a. anschaue wird es genügend Menschen geben, die diese Eingriffe machen lassen werden und damit anderen Menschen sehr stark überlegen sein werden durch die Vorteile, die diese neuen Technologien auch liefern werden.

 Wer hat dann künftig auf mein Gehirn Zugriff? Man wird sich diesen neuen Entwicklungen kaum verschließen können, da man sonst vom Arbeitsprozess und der Gesellschaft ausgeschlossen bleibt wie ein Einsiedler im Wald. Werden wir dann alle zu Zombies, gesteuert von den Vertretern der Psychopathen aus Volker Handons Buch „Die Psycho-Trader. Aus dem Innenleben unseres kranken Finanzsystems“? Mit der derzeitigen Politik muss man genau das annehmen! Totaler Überwachungsstaat in Reinstform?

 Das ist nur ein winziger Ausschnitt, was in den nächsten 30 Jahren auf uns zukommt, nicht erst im nächsten Jahrtausend.

 Quellen: Zeitschriften der Max-Planck und Frauenhofer-Gesellschaft (kostenlos!), vom MIT "technology review" sowie Dokumentationen von ARD, ZDF, 3sat und Arte (aus den Mediatheken-Links unter http://initiativ-network.lima-city.de/ - Links zu ...)

 Wollen wir diese Zukunft den Zockern der Finanz- und Wirtschaftskrise und ihren Lobbyisten und verantwortungslosen Politikern überlassen wie bisher? 

 Wir wissen, dass die Gesellschaft vielleicht in 5 Jahren anfängt, darüber ernsthaft zu diskutieren, wenn wir das Thema jetzt beginnen hinein zu tragen. Diese Prozesse benötigen viel Zeit, die wir nicht mehr haben. 

 Qui tacet, consentire videtur – wer schweigt, scheint zuzustimmen!

Cui bono – wem nutzt es?  Fragten schon die alten Griechen!

 Haben wir seit über 3000 Jahren nichts dazu gelernt? Oder verhalten wir uns weiter wie in „Das Schweigen der Lämmer“?

 Partnergewinnung – woher?

 Unsere ehemaliger Bundesarbeitsarbeitsminister hat sich so zu Wort gemeldet: 

 „Ein Zornesruf von Norbert Blüm


Auf meine alten Tage bin ich Atheist geworden. Ich bekenne: Ich glaube nicht an Gott Mammon. Ich widersage ihm mit allen meinen Kräften. Mammon ist ein gieriger Götze, der sich anschickt, die Welt zu verschlingen. 99 Prozent der Dollar-Billionen, welche den Erdball umkreisen, haben mit Arbeit, Wertschöpfung, Gütern und Dienstleistung nichts zu tun. Es ist der heilige Schein des Geldes, der die Weltwirtschaft erleuchtet. Doch das monetäre Licht ist ein Irrlicht, eine Fata Morgana statt der lebensrettenden Oase.


Geld befördert das Nichts ins Sein. Was sich nicht in Geld ausdrücken lässt, existiert nicht. Die Hostie des Finanzkapitalismus ist das Geld. Mit Kaufen und Verkaufen von Firmen lässt sich mehr Geld verdienen, als in Firmen zu produzieren. Große Unternehmen sind Bankhäuser mit angeschlossenen Produktionsfilialen geworden. Porsche machte in einem Jahr drei Milliarden Euro mehr Gewinn als Umsatz - durch Finanzgeschäfte. Die Aktie transferiert vom Investitionsobjekt zum Spekulationssubjekt. Arbeitnehmer werden abgestoßen, angelegt, im Depot gehalten - wie Aktien.

Auch die Staaten schrumpfen auf einen virtuellen Geldwert. China steht hoch im Kurs, Griechenland nicht. China ist eine Diktatur, Griechenland eine Demokratie. Griechenland könnte möglicherweise zur Höhe des chinesischen Ansehens aufsteigen, wenn es die Akropolis, Delphi, Olympia, Epidauros und ein paar Ferieninseln zu Geld machte. Alles wird gut, spräche dann Gott Mammon.


Längst hat er die Kernbereiche des Staates unterwandert. Das Gewaltmonopol, Ergebnis der mühsamen Zivilisierung unserer Aggressionstriebe, wird zunehmend privatisiert. In den USA soll es mehr Beschäftigte im privaten Sicherheitsgewerbe geben als bei der Polizei. Auch unser Land opfert bereits Teile seiner Hoheitsaufgaben dem Gott Mammon. Vielleicht wird beim nächsten Mal der Bundespräsident nicht gewählt, sondern das Amt versteigert.


Agrarland wird zum Spekulationsobjekt der Großanleger. Das Feld, das sie weltweit bereits besitzen, soll so groß sein wie Westeuropa. Äthiopien schickt sich gerade an, für ein paar Milliarden Dollar Land an einen indischen Investor zu veräußern. Zurück bleiben die mittellosen Kleinbauern. Auch Afrikas Wasservorräte sind 'privatisierungsgefährdet'. Man stelle sich einen Verdurstenden in der Sahara vor, der mit Wasseroligarchen einen fairen Preis aushandeln soll. Keine 'unsichtbare Hand', von der Adam Smith träumte, bringt Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht. Es regiert die harte Hand des Geldes.


Selbst wirtschafts- und staatsferne Regionen geraten in den Sog der Geldgier. Die Musik von Bach, Beethoven, Mozart wird zum sponsorenfinanzierten Event. Spitzensportler werden gehandelt wie kostbare Edelsteine. Die Bundesliga verkauft für eine halbe Milliarde Euro Übertragungsrechte ans Fernsehen. So bezahlen wir mit unseren Gebühren den Menschenhandel des Profifußballs.


Auch Liebe und Religion werden unterwandert. Die Scientologen haben das Geschäft mit dem Glauben perfektioniert; Die Erfolge von Freikirchen in Lateinamerika sollen einer ausgeklügelten Marketingstrategie entspringen. Und die Liebe, das Schönste, wozu wir Menschen fähig sind, degeneriert zur Kosten-Nutzen Analyse; die Ehe schrumpft zur Lebensabschnittspartnerschaft. Sie gilt, so lange nichts Besseres kommt. In meinem Umkreis verließ ein Mann seine Frau und drei kleine Kinder, um dem Ruf Mammons zu folgen, der ihn in Gestalt einer jungen russischen Oligarchen-Witwe traf. 'Das Geld liegt in Moskau auf der Straße', war das Letzte, was ich von dem Jüngling hörte. Zu Jesus kam einst ein reicher Mann und fragte, wie er das ewige Leben gewinnen könne. Jesus sagte, er solle seinen Besitz fortgeben und ihm folgen. Mammon fordert, für den Reichtum alles zu opfern. Auch die Liebe.

Gott Mammon kupfert fleißig vom alten Glauben ab. Die neuen Kathedralen sind die gläsernen Bankhäuser, längst höher als alle Kirchtürme, vom Nimbus des Geheimnisses erfüllt. Kein lautes Wort ist im Innern erwünscht. Ihre Priester tragen Gestreiftes, sie kasteien sich im Fitness-Studio. Die Spitzen der Finanzhierarchie sind Gottes Gesandte: 'Ich bin bloß ein Bankier, der Gottes Werk verrichtet', behauptet der Boss von Goldmann Sachs, Lloyd Blankfein.

Und das Volk hängt an den Lippen der Börsenexperten wie einst die Gläubigen an denen der Gottes-gelehrten. Jedes Wort entfaltet eine Wirkung wie vor achthundert Jahren die Kreuzzugspredigten des Bernhard von Clairveaux. Die Börsennachrichten rahmen mit der Wetterkarte die Tagesschau ein - das Wetter und die Börse, das trifft alle Menschen. Und mehr als Sonne, Hagel und Regen entscheidet der Börsenkurs über das Wohl und Weh der Menschen.


Es geht nicht mehr um Schuld und Erlösung, es geht um Schulden und Erlös. Über das, was Sünde ist, wachen heute die Ratingagenturen wie früher die Heilige Inquisition - statt dem Scheiterhaufen droht der Ruin. Manchmal dienen die Urteile dazu, Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Manchmal liegen sie schlicht daneben. Auch das kennt man von den Ketzerprozessen.


Niemand weiß so recht, wer die Märkte sind und wo sie wohnen. Im Himmel? Jedenfalls müssen sie bei Laune gehalten werden, wenn es dem Menschen gut gehen soll. Für die Regierungschefs der Europäischen Union gibt es nichts Wichtigeres als die Frage, ob ihre Beschlüsse Gnade bei den 'Märkten' finden. Die Märkte lieben Opfergaben: Lohnkürzungen und Streichung der Sozialausgaben. Dann lassen sie die Wirtschaft wachsen. Den Priestern Mammons bringt das Bonuszahlungen als Fingerzeig des göttlichen Wohlwollens.


Mammons auserwähltes Volk sind die Vorteilssucher. Jeder kann das sein, der Schnäppchenjäger wie der Großspekulant. Mitunter gibt es - wie in jeder Religion - Abtrünnige. Zum Beispiel George Soros, einst Weltmeister der Währungsmanipulationen, der jetzt die Menschen warnt, dass der Glaube an diesen Gott den Planeten gefährdet. Damit dies nicht zu oft passiert, arbeitet Mammon an der Züchtung des neuen Menschen, mit einem Tresor als Herz.


'Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen,' sagte einst Jesus. Er hatte schon vor 2000 Jahren recht.“


[Der CDU-Politiker Norbert Blüm, 76, war von 1982 bis 1988 Bundesminister für Arbeit und Soziales im Kabinett von Kanzler Helmut Kohl.] (Quelle: http://katholischpur.xobor.de/t638f34-Der-Gott-Mammon.html)

 Auch Heiner Geißler äußert sich zum Thema in seinen Büchern: u.a. "Sapere aude!: Warum wir eine neue Aufklärung brauchen" oder

 "Was würde Jesus heute sagen?: Die politische Botschaft des Evangeliums" und viele andere hochaktuelle Bücher von ihm. Spannend!

 http://www.playvideoweb.com/play-video/?vid=MDI8DPbtNUo

 Partner lassen sich also sowohl aus anderen Parteien, aber auch aus progressiven kirchlichen Bewegungen (Papstwort, Akademie Solidarische Ökonomie und sowie von attac, mehr Demokratie, transition town und den anderen Kongressteilnehmern usw. gewinnen.

 Was ist Gemeinwohl? – Kriterien herausarbeiten (Diskussionsgrundlage)

Gemeinwohl hat nichts mit Gleichmacherei zu tun oder dem Verschenken von Leistungen oder Werten der Gemeinschaft. Auch hier muss in der Gemeinschaft jeder seine Leistung erbringen, um von der Gemeinschaft zu partizipieren. Nur Bedürftige werden von der Gemeinschaft je nach Grad ihrer Bedürftigkeit solidarisch unterstützt.

 Ziel: Win-Win-Situationen; zum gegenseitigen Vorteil

Die folgenden Kriterien erfüllt die gegenwärtige Gesellschaft zum größten Teil nicht:

- Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen und der Gemeinschaft

- Solidarität

- Gegenseitiges Verständnis und Vertrauen, Respekt und Achtung voreinander

- Offenheit und Ehrlichkeit

- Zugehörigkeit und Kooperation statt Abgrenzung und Wettbewerb

- Selbständigkeit und Persönlichkeit fördern

- Kreativität fördern

- Generationenübergreifend, unabhängig von Glauben, Weltanschauung oder Herkunft

- respektvoller Umgang mit (natürlichen) Ressourcen wie Boden, Wasser und Energie und ein gleichberechtigter Zugang für jede*n (Solikon 2015)

- Teilen von Wissen und Erfahrungen satt Geheimniskrämerei (Patente, Beratungen von Führungsgremien)

- Teilnahme aller an grundlegenden Entscheidungen

 Was vermieden werden soll (Kriterien der jetzt herrschenden Gesellschaft):

Egoismus und auf Kosten anderer leben

Ausbeutung

Ausgrenzung und Abgrenzung

Machtmissbrauch

Hass

Gewalt

Neid

Missgunst

Betrug

 Diese anzustrebenden Kriterien haben natürlich Konsequenzen auf die Ziele und die Realisierung von Gemeinwohl in allen Bereichen der Gesellschaft

   - Erziehung: Persönlichkeitseigenschaften entwickeln sich nicht im Selbstlauf. Eine Zielstellung muss daher die Reformation von Bildung und Erziehung als untrennbare Einheit sein (siehe offener Brief zu Bildung und Erziehung).

- Behörden, Ämter, Justiz: Die Arbeitsweise dieser Bereiche muss ebenfalls nach den Kriterien des Gemeinwohls umgestaltet werden. Eine häufig anzutreffende Form der Bürgerfeindlichkeit und/ oder Lebensfremdheit kann nicht weiter geduldet werden. Diese bisherige schädliche Arbeitsweise hat mit Gemeinwohl und seinen Kriterien nichts zu tun. (siehe u.a. Offener Brief Jobcenter, Verwaltungen, Justiz)

- Strafrecht: Die Formen des bisherigen Strafrechtes, dass die Gesellschaft Rache nimmt, ist mittelalterlich. Auch diese Rache ist für die Gemeinschaft nicht sinnvoll und verursacht weitere Schäden u.a. durch hohe Kosten und Aufwendungen für Justiz und Haft. Da nach der Haft ein großer Teil der Straftäter wieder rückfällig wird sind die bisherigen Aufwendungen nutzlos geblieben. Von führenden Strafrechtlern, Juristen, Politologen und Kriminalisten wird daher eine Reformation und Anpassung des Strafrechts an die heutigen gesellschaftlichen Bedingungen gefordert.

Danach würden Straftäter in 2 Kategorien behandelt: der Teil der Straftäter, von denen keine unmittelbare Gefahr für Leben, Gesundheit sowie Umwelt ausgeht werden zur Wiedergutmachung an der Gesellschaft und den Geschädigten „verurteilt“ – Übernehmen von Eigenverantwortung und Wiedergutmachung für die angerichteten Schäden.

Der andere Teil wird psychotherapeutisch in geschlossenen Anstalten „betreut“. Eine Entlassung mit erneuter Gefährdung von Menschen wird damit entgegen der heutigen Praxis weitgehend vermieden. Aber auch in den geschlossenen Anstalten müssen die Straftäter eine Wiedergutmachung nachweisen. Die Dauer des Aufenthalts in solchen geschlossenen Anstalten richtet sich dem verblieben Gefährdungsgrad für Menschen und Umwelt.

- Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und vieles andere mehr.

 

 

 

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